Pflanzenvielfalt Pflanzenvielfalt auf Teneriffa und den Kanaren
Die Kanaren sind ein echtes Paradies für Pflanzenliebhaber und Naturbegeisterte. Die vielen verschiedenen Farben und die Vielfalt von Blüten, Bäumen und Pflanzen faszinieren einen. Man entdeckt Pflanzen in erstaunlicher Größe, die man zu Hause nur mit Mühe am Leben erhält. Auf Teneriffa gibt es so viel zu sehen: große Gummibäume, Lorbeerbäume, große Birkenfeigen, Pfefferbäume, verschiedene Palmenarten (es gibt etwa 200 verschiedene Gattungen, die etwa 2600 Arten beinhalten), Strelitzien, Oleander, Bouganville, Kakteen von klein bis ganz groß, u.v.m.
Im Februar erstrahlt die Insel in einem weiß-rosanem Blütenkleid, wenn die Mandelblüte erwacht. Es werden dann Extrawanderungen angeboten.
Eine Besonderheit auf Teneriffa ist der sogenannte Teide-Natternkopf ( Tajinaste):
Neben dem Teide-Veilchen zählt er zu den Besonderheiten der Pflanzenwelt auf Teneriffa. Man sieht ihn immer im Mai und Juni. Das sind die Monate, wo es im Nationalpark am meisten blüht.
Die Blütezeit wird durch klimatische Bedingungen beeinflusst, daher kann sich die Blütezeit schon mal etwas verschieben.
Sehr beschaulich ist auch der weiß bis leicht rosafarbene Ginster, der sogenannte Retama. Er ist nicht nur sehr hübsch anzusehen, auch sein süßlicher Duft läßt einen ins Schwärmen geraten.
Die Erhaltung tropischer und subtropischer Vegetation wird durch die außergewöhnliche geographische Lage der 7 kanarischen Inseln ermöglicht :
- Üppige Vegetation im Westen Teneriffas, diese wird durch die Passate (= feuchte, kühle Ost- und Nordostwinde) gefördert
- Die Auswirkungen der Passatwinde sind in den Höhenlagen zwischen 300 - 1500 m spürbar
- In den Höhenlagen herrscht trockenes Klima, also heiße Sommer und strenge Winter
Je nach Jahreszeit und Klima(Glatteis, Schnee, Hitze,Feuer) kann der Nationalpark geschlossen werden.
Bitte stets vor Ort informieren!
- Da die Osthänge Afrika zugewandt sind, stehen sie unter dem Einfluß der trocken, heißen Saharawinde. Ausdörrung ist dort die Folge..
Die extremen klimatischen Kontraste ermöglichen die biologische Vielfalt. So gibt es auf den Kanarischen Inseln zahlreiche Lebensräume oder Ökosysteme, mit den jeweils dafür typischen Pflanzenarten:
Küsten: Diese bilden den Lebensraum für Stauden- und Halbstrauchgewächse (Wuchs zwischen 30-100 cm). Auch Sukkulenten (saftreiche Pflanzen, sammeln u. speichern Wasser) findet man in diesen Zonen.
Trockenes Habitat: Es erstreckt sich von der Küste bis auf eine Höhe von 700 m. Dort trifft man auf ein Steppenklima. Die Durchschnittstemperatur liegt über 20 ° C ganzjährig. Dort trifft man auf sukkulente Stauden und Wolfsmilchgewächse, die sogenannten Euphorbien (die Verbreiteste ist die Euphorbia canariensis).
Lorbeerwälder: Diese liegen normalerweise zwischen 500 - 1600 m an den Nord-West-Ausläufern. Die Höhe kann jedoch variieren, wie z.B. im Anaga-Gebirge auf Teneriffa. Dort dehnen sich die Lorbeerwälder bis auf 100 m über dem Meer aus. An den Gebirgsausläufern bilden sich fast ganzjährig Nebelschichten, diese entstehen durch die feuchten Passatwinde und sorgen somit für ein Mikroklima, daß wiederum das Wachstum von immergrünen Baumpflanzen fördert. Natürlich gibt es dort viele unterschiedliche Pflanzen.
Kiefernwälder: Die Kanarische Kiefer wächst im Allgemeinen auf einer Höhe von ca.1000 bis 2000 m. Auch dies kann ab und zu variieren. Man trifft dort auch auf Staudengewächse. Sie bilden auch den Lebensraum für einige Vogelarten. Dazu gehören der Teide-Buchfink und -Buntspecht.
Hochgebirge: Dies liegt oberhalb von 2300 m. Hier hört eigentlich die Bewaldung auf. Im Sommer herrscht hier heiße Dürre und im Winter Kälte, u.a. mit Frost und Schnee. Hier trifft man auf Stauden-, Strauch- und Halbstrauchgewächse. Dazu gehören der Retama, die Tajinaste, die Teide-Margarite, das Teide-Veilchen, u.v.m.
Felsiges Habitat: Hier trifft man auf sogenannte Zönosen (Pflanzengemeinschaften), mit Spezien der Gattungen Aeonium und Grenowia (Dickblattgewächse). Zönosen kann man auf Naturfelsen oder aber auch auf künstlichen, zementlosen Strukturen sehen.
Ruderalhabitat: Das ist meist brachliegendes Nutzland. Man findet es aber auch an Urbanisationsrändern. In den verschiedenen Vegetationszonen kann man Zönosen sehen. Dies ist ein Merkmal für das Vorkommen von organischen Stoffen, da diese wiederum den Stickstoffgehalt im Boden steigern. Im Ruderalhabitat sieht man Kaktusfeigen, Rhizinus, Nicotiana glauca, u.v.m..
Künstliches Habitat: Dies sind Parks, Blumenbeete, Gärten, Grünanlagen. Man kann sagen also Alles worauf der Mensch willentlich Einfluß nimmt.
Nachdem die Kanaren eine strategisch gute Position zwischen Lateinamerika und Europa bildeten hielt die Immigration von Tropenpflanzen Einzug. Daher gibt es auf den kanarischen Inseln Pflanzen aus aller Welt.
Dieser Text, das Video und die Bilder sind mit der freundlichen Unterstützung von www.sonniges-teneriffa.de entstanden
Die Pflanzenvielfalt der Kanaren sollten Sie sich nicht entgehen lassen!
Hier ein kleines Video mit ca.100 verschiedenen Blumen und Pflanzenarten, welche auf Teneriffa fotografiert wurden
Alle Fotos der Pflanzen und Blumen auf Teneriffa sind auch in 2 Foto-Gallerien zusammengefasst.
Pflanzenvielfalt Teneriffa Gallerie 1
Pflanzenvielfalt Teneriffa Gallerie 2
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